Zusammenfassung

In meiner Arbeit wurde gezeigt, dass zu der Veröffentlichung personenbezogener Information auf sozialen Plattformen zahlreiche Faktoren beisteuern. Ersteres ist es die Plattform selbst, welche die Publikation von Information motiviert. Man könnte den Betreibern unterstellen, dass sie unzureichend oder an den falschen Stellen über die Folgen der Publikation persönlicher Informationen  aufklären und somit Unmengen von persönlichen Daten entstehen. Weiters herrscht ein gewisser Zwang soziale Netzwerke zu verwenden. Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene  könnte das Unterlassen …

Continue reading →

Grounding auf sozialen Plattformen

Analysiert man soziale Plattformen nach Clark und Brennan (1991, S.127ff.) lässt sich feststellen, dass gerade Nutzerprofile mit hohem Informationsgehalt Groundingkosten gering halten und somit attraktiver für die Kommunikation erscheinen. Die durchgeführten Interviews bestätigen dies. Facebook ohne persönlicher Profilinformation wäre für die Befragten im Sinne der Kommunikation nicht vorstellbar, da gerade diese die Kommunikation effektiv macht. Nutzer möchten sich Informationen aus einem Profil holen, um aktuelle Themen aufzugreifen beziehungsweise um sich für die Kommunikation relevante Informationen …

Continue reading →

Kommunikation erfordert Information

Grundsätzlich stellt die Plattform für alle Befragten einen neuen Kommunikationskanal dar. Man tauscht sich mit Freunden aus und nutzt die Plattform als Alternative zu herkömmlichen Kommunikationsdiensten. 5 befragte Personen zeigen auf, dass die Nutzung des Telefons und die damit verbundenen Kosten durch die in Anspruchnahme der Plattform gesunken sind. Die Ziele der Kommunikation reichen von engen Freunden bis zu weitschichtigeren Kontakten. Bei der Hälfte der Befragten sind es jedoch speziell weitschichtigere Kontakte, die Ziele einer …

Continue reading →

Relevanz für Persönlichkeitsentwicklung

Aus medienpädagogischer Sicht haben Soziale Plattformen einen entscheidenden Wert für die Identitätsarbeit des Nutzers (Wagner 2009, S.64). Sie sind einerseits Mittel der Individuation beziehungsweise Abgrenzung, aber können andererseits auch ein Weg zum Ausdruck von Zugehörigkeit sein (a.a.O., S.66). Das Grundbedürfnis des Menschen zu einer Gruppe zu gehören wird in einem sozialen Netzwerk jedenfalls getilgt (Gangadharbatla 2008, S.8). Überhaupt für Jugendliche werden laut Jugendforscher Manfred Zentner die Plattformen zu einem Ort des Aufgehobenseins (Wimmer 2009). Die …

Continue reading →

Adressbuch 2.0

Es ist wichtig zu verstehen, dass Freundschaften auf sozialen Plattformen einem Adressbuch gleichen, dessen Verwendung eher opportunistischer Natur ist (Boyd 2008, S.17 ;Tufekci 2008, S.23). Freunde auf der Plattform müssen für den Benutzer im Moment also nicht unbedingt von Bedeutung sein, es könnte jedoch sein, dass das Vorhandensein des Kontaktes sich als nützlich erweist. Jedenfalls müssen zur Identifikation, sei es jetzt durch einen Freund oder nur einen flüchtigen Bekannten, Daten vorhanden sein (Tufekci S.33). Bei …

Continue reading →

Soziales Leben erfordert Offenlegung

Grundsätzlich lässt sich bemerken, dass social networking Plattformen unsere Gewohnheiten bezüglich des Schließens und Pflegens von Freundschaften verändert haben (Dunn 2008, S.87). So werden Kontakte und das Schließen neuer Freundschaften zunehmend in den virtuellen Raum ausgelagert. Für die Befragten ist die Plattform ein effizientes Mittel um sich über weitschichtigere Bekanntschaften auf dem Laufenden zu halten. Dieses „auf dem Laufenden halten“ stellt für bis auf einen Befragten eine zentrale Funktion der Plattform dar und bewegt sich …

Continue reading →

Ein Ort des Rampenlichts

Oft ist das  Veröffentlichen personenbezogender Information auch mit dem  Erlangen von Aufmerksamkeit verbunden. Aufmerksamkeit versteht sich in diesem Zusammenhang nicht unbedingt im positiven Sinn. Menschen geben neben Informationen zu ihren Gunsten auch sehr kontroverse Daten preis, nur um die Blicke anderer Benutzer auf sich zu richten (Dunn 2008, S.93). Besonders auffällig erscheinen den befragten Nutzern Personen, die viel Persönliches veröffentlichen und sich mit oft banaler Publikation und übermäßiger Aktivität in den Mittelpunkt rücken wollen. Bei …

Continue reading →

Der Raum ohne Barrieren

Technologischer Fortschritt verfrachtet unsere Handlungen zunehmend in den digitalen Raum (Petrič 2006, S.291ff.). Das Problem der Benutzer in diesem relativ neuen Umfeld ist, dass Mechanismen, welche in der realen Welt entscheidend für die Erhaltung der Privatheit sind, nicht existieren (Altman 1977, S.66ff.). „The tech world has a tendency to view the concept of ‘private’ as a single bit that is either 0 or 1. Data are either exposed or not” (Boyd 2008, S.14). Im Vergleich …

Continue reading →

Der falsche Ort für die Suche nach Privatsphäre

In sozialen Netzwerken, welche sich um das Profil eines Nutzers zentrieren und in welchen das Präsentieren und sich von der gewünschten Seite zeigen im Vordergrund steht, wird ein gewisses Maß an Offenlegung seiner persönlichen Daten unvermeidlich (Tufekci 2008, S.22). Das Verständnis von Privatheit als  „Recht alleine gelassen zu werden“ (Brandeis, 1928) wird auf den Plattformen zu der Möglichkeit Daten „optimal für sich selbst und für andere jederzeit bereitzustellen“ (Altman 1977, S.66ff.), da in Umfeldern wie …

Continue reading →

Innovationsprozesse | Stage-Gate-Modell

Innovationsprozesse | Stage-Gate-Modell

Setzt man sich genauer mit Innovation und der Organisation von Innovationsabläufen in Form von Prozessen auseinander wird man bei seinem grundlegenden Verständnis der Begriffe “Prozess” und “Innovation” erstmals etwas vor den Kopf gestoßen. Sind Innovationen nicht eher einmalig und lassen sich aufgrund der ständigen Veränderung schwer in einem Prozess aufgliedern?

Continue reading →